Sie brauchen ein Tool – aber wollen nicht auf die IT warten?
kennen Sie das? Sie hätten gerne ein kleines Tool für Ihr Team – vielleicht ein Formular für eingehende Rechtsanfragen, eine Checkliste für Onboarding-Prozesse oder einen simplen NDA-Generator. Aber ein IT-Ticket dauert Wochen, externe Lösungen sind zu teuer und die Standardsoftware kann es nicht so, wie Sie es brauchen.
Was wäre, wenn Sie sich so etwas einfach selbst bauen könnten ohne eine Zeile Code zu schreiben?
Genau das ist die Idee hinter Vibe Coding. In diesem Newsletter erfahren Sie, wie Vibe Coding funktioniert, wann Sie es nutzen können und wie Sie am besten anfangen.
Vibe Coding - Deep Dive
1. Das ist Vibe Coding
Vibe Coding heißt, dass Sie eine Softwarelösung bauen können, ohne eine Zeile Code selbst zu schreiben. Stattdessen beschreiben Sie in natürlicher Sprache, was eine Anwendung tun soll. Die KI generiert den Code. Sie testen, geben Feedback, die KI optimiert – und so arbeiten Sie sich Schritt für Schritt zur fertigen Lösung vor. In einem Dialog, nicht in einer Programmiersprache.
Den Begriff hat übrigens Anfang 2025 Andrej Karpathy geprägt – einer der bekanntesten KI-Forscher weltweit (Karpathy spricht inzwischen nicht mehr vom Vibe Coding, sondern vom Agentic Engineering).
2. Das bringt Ihnen Vibe Coding
Müssen jetzt alle Juristen zu Vibe Code-Experten werden? Nein.
Vibe Coding ist dann interessant für Sie, wenn Sie eine Idee haben, die zu spezifisch für ein Standardprodukt ist, zu klein für ein IT-Projekt – oder die Sie einfach erst mal schnell verproben wollen, bevor Sie Ressourcen investieren.
Das können kleine Produkte sein:
- Legal Front Door – ein Formular für Mitarbeiter und Dashboard für die Rechtsabteilung
- Fristenrechner – Rechtsgebiet auswählen, Datum eingeben, alle relevanten Fristen automatisch berechnen
- Zeiterfassungs-Dashboard – Übersicht über gebuchte Stunden pro Mandat/Anwalt
Man kann Vibe Coding übrigens auch deutlich größer denken. Nicht nur als praktisches Hilfsmittel, sondern als fundamentalen Wandel in der Legal Tech-Branche. Artificial Lawyer fasst es so zusammen: „The future of Legal Tech will be built by lawyers."
3. So können Sie selbst loslegen
Neugierig geworden? Dann probieren Sie es einfach mal aus. Zum Einstieg eignen sich beispielsweise Tools wie Lovable oder Google AI Studio.
Wählen Sie ein kleines Problem aus Ihrem Alltag (oder lassen Sie sich von unseren Beispielen inspirieren). Beschreiben Sie in natürlicher Sprache, was Ihr Tool können soll und lassen Sie KI einen ersten Prototypen erstellen.
Wichtig dabei: Was Sie bauen, sind Piloten zum Verproben – keine fertigen, produktionsreifen Tools. Aber genau darin liegt der größte Mehrwert: Sie können in Minuten etwas Greifbares schaffen, das vorher nur eine Idee in Ihrem Kopf war.

Im AI Legal Club haben wir das zuletzt am Beispiel einer Legal Frontdoor ausprobiert. Alle Details, Tipps & Promptvorlagen zu dem Thema finden Sie natürlich bei uns.
Auf welche Softwarelösung warten Sie bisher vergeblich? Vielleicht ist das der Zeitpunkt, sie selber zu bauen. Probieren Sie es einfach aus!
Anisja Porschke
09. April 2026
AI Legal Insights
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