
kennst du das? Du hättest gerne ein kleines Tool für dein Team – vielleicht ein Formular für eingehende Rechtsanfragen, eine Checkliste für Onboarding-Prozesse oder einen simplen NDA-Generator. Aber ein IT-Ticket dauert Wochen, externe Lösungen sind zu teuer und die Standardsoftware kann es nicht so, wie du es brauchst.
Was wäre, wenn du dir so etwas einfach selbst bauen könntest ohne eine Zeile Code zu schreiben?
Genau das ist die Idee hinter Vibe Coding. In diesem Newsletter erfährst du, wie Vibe Coding funktioniert, wann du es nutzen kannst und wie du am besten anfängst.
Vibe Coding heißt, dass du eine Softwarelösung bauen kannst, ohne eine Zeile Code selbst zu schreiben. Stattdessen beschreibst du in natürlicher Sprache, was eine Anwendung tun soll. Die KI generiert den Code. Du testest, gibst Feedback, die KI optimiert – und so arbeitest du dich Schritt für Schritt zur fertigen Lösung vor. In einem Dialog, nicht in einer Programmiersprache.
Den Begriff hat übrigens Anfang 2025 Andrej Karpathy geprägt – einer der bekanntesten KI-Forscher weltweit (Karpathy spricht inzwischen nicht mehr vom Vibe Coding, sondern vom Agentic Engineering).
Müssen jetzt alle Juristen zu Vibe Code-Experten werden? Nein.
Vibe Coding ist dann interessant für dich, wenn du eine Idee hast, die zu spezifisch für ein Standardprodukt ist, zu klein für ein IT-Projekt – oder die du einfach erst mal schnell verproben willst, bevor du Ressourcen investierst.
Das können kleine Produkte sein:
Man kann Vibe Coding übrigens auch deutlich größer denken. Nicht nur als praktisches Hilfsmittel, sondern als fundamentalen Wandel in der Legal Tech-Branche. Artificial Lawyer fasst es so zusammen: „The future of Legal Tech will be built by lawyers."
Neugierig geworden? Dann probiere es einfach mal aus. Zum Einstieg eignen sich beispielsweise Tools wie Lovable oder Google AI Studio.
Wähle ein kleines Problem aus deinem Alltag (oder lasse dich von unseren Beispielen inspirieren). Beschreibe in natürlicher Sprache, was dein Tool können soll und lasse KI einen ersten Prototypen erstellen.
Wichtig dabei: Was du baust, sind Piloten zum Verproben – keine fertigen, produktionsreifen Tools. Aber genau darin liegt der größte Mehrwert: Du kannst in Minuten etwas Greifbares schaffen, das vorher nur eine Idee in deinem Kopf war.

Im AI Legal Club haben wir das zuletzt am Beispiel einer Legal Frontdoor ausprobiert. Alle Details, Tipps & Promptvorlagen zu dem Thema findest du natürlich bei uns.
Auf welche Softwarelösung wartest du bisher vergeblich? Vielleicht ist das der Zeitpunkt, sie selber zu bauen. Probier es einfach aus!